Erfolg und was das mit Scheiterhaufen zum Mittagessen zu tun hat…

Seit einigen Wochen bin ich eifrig daran, ein neues Projekt auf Vormarsch (schau gerne hier rein..) zu bringen. Und das erfordert schon einiges an Zeit und Motivation. Ersteres kann ich mir gut einteilen und Zweiteres war bisher auch nicht das Manko. Doch leider meldet sich dann allzu regelmäßig mein größter Kritiker laut zu Wort – ich selbst – und stellt das ganze Projekt wieder in Frage: “Was, wenn du nicht alles gut durchgeplant hast. Was wenn du nicht perfekt bist. Was, wenn du scheiterst...“


Klar, ich hab ja bisher auch schon mit Gruppen gearbeitet. Jedes Mal aufs Neue eine tolle Herausforderung mit viel Spaß und gutem Feedback. Doch jetzt will ich den nächsten Schritt wagen. Und so einen neuen Schritt im Voraus gut planen, an alles Notwendige denken, Nichts vergessen, es selbst ausprobieren und ganz nebenbei auch noch Mama sein. Ja, da braucht es ein gutes Maß an Organisation und Balance zwischen Business und Familie. Und vor allem, wenn es um das Thema Essen geht, fehlen mir schon mal des Öfteren die guten Ideen, was denn heute zu Mittag auf dem Tisch stehen soll.


Ein bisschen Abwechslung darf da schon sein. Immer das gleiche Essen gibt es sowieso viel zu oft. Da nehme ich mir kulinarische Anfragen seitens meiner Lieben immer besonders zu Herzen und versuche daraus, das Schmackhafteste zu zaubern, das einer zumindest mittelmäßig talentierten Köchin wie ich eine bin, gelingen kann. „Mama? Welches süße Essen kennst du denn alles?“, schallt es aus dem Mund unserer Kids. Und so einigen wir uns darauf, mal einen Scheiterhaufen auszuprobieren. Die Zutaten schmecken einzeln, warum also nicht auch in einer warmen Kombination miteinander. Der anfängliche Enthusiasmus über die süße Mahlzeit verflog allerdings ziemlich rasch. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass unsere Kinder an sich den süßen Geschmack schon lieben. Doch da schmeckten plötzlich die Brioche in warmer Variante nicht so lecker, die Rosinen wurden prinzipiell heraus gestochert, mit heißen Äpfeln verbrennt man sich nur den Mund und die Vanillesauce passte schon gar nicht mehr dazu, weil eh alles viel zu süß war. Haaaa??? Ich kannte mich gar nicht mehr aus. Da befand sich meine Küche kurz zuvor noch im Ausnahmezustand, weil ich das Rezept mit Milliliter und Dekagramm noch nicht aus dem FF konnte, trotzdem mit Herz und Eifer bei der Sache war, um meine Erinnerungen an die Mehlspeisküche meiner Kindheit aufleben zu lassen. Und jetzt das. Dabei hab ich mich so bemüht, es perfekt zu machen.


Auch wenn ich anfangs enttäuscht war, dass meine Mühen nicht angekommen sind. So ist das eben… Ja, so ist das eben. Und mit einem Zack erkannte ich, dass mein Projekt ebenso ein Scheiterhaufen werden kann. Oder aber auch nicht! Es liegt nun mal nicht immer alles in meiner Hand. Nicht immer kann ich es steuern, in welche Richtung die Reaktion geht. Nicht immer kann ich es im Voraus planen, was dabei herauskommt. Doch ich weiß jetzt, dass ich Manches ganz bestimmt beeinflussen kann: meine Begeisterung, meine Motivation und mein Herzblut für mein Projekt. Egal, ob es perfekt wird oder nicht. Wen interessiert das schon, wenn ich die Menschen begeistern kann, die mit dabei sein wollen. Wenn ich mit diesen Menschen arbeiten darf, weil sie sich dafür entschieden haben. Wenn ich bei jedem neuen Einsatz das gebe, das an diesem Tag möglich ist.


Und mit dieser bewussten Entscheidung FÜR mein Projekt habe ich auch meine Sichtweise verändert. Mit einem Mal war der zuvor noch Furcht einflößende Scheiterhaufen zu einem Haufen an Möglichkeiten geworden. Zu einem „Haufen Menschen“, die mit mir gemeinsam für sich etwas tun wollen. Sie haben sich schon entschieden, dass es für sie perfekt ist. Und die Menschen, die nicht dabei sein wollen, lassen mein Projekt deshalb noch lange nicht scheitern. Denn ich muss nicht alle Menschen da draußen erreichen. Ich muss auch nicht mit allen Menschen arbeiten. Ich muss mich bloß auf die Menschen konzentrieren, die ich begleiten darf, weil sie sich darauf freuen.


Bist du auch schon mal vor deinem Scheiterhaufen gestanden und hast daraus mit Kreativität und Begeisterung  (hier kannst du nachschauen...) einen Haufen an Möglichkeiten gemacht? Ich freue mich über deinen Kommentar hier oder auf meiner Facebook-Seite.


Bis zum nächsten Mal,
Katrin

Kommentar schreiben

Kommentare: 0