Ein stabiles Fundament und was das mit quirligen Kinderfüßen zu tun hat…

„Back to the roots“ – diesen Spruch kennt jeder. Aber… was und wo sind denn meine Wurzeln? Und vor allem: wie finde ich diese, meine Wurzeln? Hast du darüber schon mal in Ruhe nachgedacht? Ganz ehrlich. Je intensiver ich darüber nachdenke, umso weniger kann ich meine Wurzeln sehen. Wochenlange schon nicht. Eben weil ich viel zu oft viel zu sehr im Denken verwurzelt bin und mein Bauchgefühl wieder mal viel zu kurz kommt. Bis dann so ein ganz besonderer Augenblick anklopft und…


Gerne nehme ich Herausforderungen jeder Art an. Sie geben mir die Möglichkeit, mich auszuprobieren. Sie lassen mich aber auch genau erkennen, ob Neues zu mir passt. Und so bin ich der Einladung des Kindergartens in meinem Heimatort mit Freude nachgekommen und habe einen Vormittag lang mit den kleinsten Menschen unserer Gesellschaft in der Gruppe gearbeitet. Klar war ich in den letzten Tagen schon ein wenig aufgeregt. In erster Linie natürlich vor Freude, denn schon ganz lange ist es mein Herzenswunsch mit Kindern arbeiten zu dürfen. Aber auch ein wenig vor Nervosität, da ich zuvor ja noch nie mit so vielen kleinen Leuten auf einmal arbeiten konnte. Schon, immer wieder mal mit ein paar Kindern. Aber dann gleich viele Kleine auf einen Schwung. Huch… Neue Erfahrung sag ich nur vorweg.


Und ich gestehe, ich hatte dann heute Morgen schon etwas weiche Knie. Denn, wie könnte es anders sein, ich wollte alles bestens, geradezu perfekt machen. Wer das Wesen kleiner Leute kennt, weiß aber auch, dass es, wenn man mit Kindern arbeitet, immer auch ein gewisses Maß an Flexibilität und Spontanität verlangt. Und das sind gelegentlich meine großen Fragezeichen. Bin ich so flexibel und spontan überhaupt? Nun, lange Rede kurzer Sinn: Es war einfach genial. Diese vielen kleinen Mädls und Jungs haben mich einfach so angenommen, wie ich heute Morgen daher gekommen bin. Punkt! Ganz ohne Frage, was machst du heute mit uns. Ganz ohne Vorurteile. Ganz ohne skeptische Blicke. Vielmehr neugierig und gespannt, voll motiviert und begeistert. Mit so viel Temperament und Energie. Jedes Kind für sich ganz einzigartig.


So haben wir dann auch den Vormittag verbraucht. Einzigartig. Ich hab meine Angst über Bord geworfen. Hab mit jeder gemeinsamen Übung mehr und mehr meine Wurzeln gespürt. Und mein Bauchgefühl hat mir immer lauter zugerufen: Es ist genau das Richtige für mich! Die Arbeit mit und in der Gruppe macht so viel möglich. Sie lässt jeden einzelnen Menschen sein, wie er ist und gibt im Raum und Möglichkeiten sich zu bewegen, wie es ihm gut tut. Ganz egal, ob so kleine Menschen, wie die Kinder in einem Kindergarten. Oder Erwachsene. Die Kraft und die Motivation einer Gruppe bringen dich selbst weiter. Ein Stück näher zu dir.


Heute sitze ich hier, lasse diesen wunderbaren Vormittag Revue passieren. Heute noch kann ich diese ganz besondere Energie im Raum spüren. Und heute kann ich meine Augen schließen und meine Wurzeln fühlen. Mir wird klar, dass es nicht meine Augen braucht, um Wurzeln zu sehen. Sondern vielmehr meinen Bauch, um Wurzeln zu fühlen. Und immer deutlicher spürbar wächst die Kraft in mir, in meinem Bauch. Verwurzelt mich. Mit der Erde. Mit mir selbst. Und je intensiver ich mir diesen Gedanken vor Augen halte, damit mein lieber Kopf auch Arbeit bekommt, umso lebendiger wachsen diese Wurzeln. Auch über mich hinaus und geben mir so den Mut, ebenso zu wachsen. Über mich hinaus. Und ich sehe Wurzeln als wunderbare Chance, groß zu werden, sich Neues zuzutrauen, mutig zu sein.


Wie geht es dir mit deinen Wurzeln? Verankern sie dich schon stabil und kraftvoll in der Erde (schau hier vorbei…) ? Genießt du schon die Möglichkeiten, dein Potential auszuschöpfen und über dich hinaus zu wachsen? Oder braucht es noch ein wenig Zeit und vielleicht auch Unterstützung, deinen Anker zu finden (probiere es damit…) ? Ich freue mich über deinen Kommentar hier oder auf meiner Facebook-Seite.


Bis zum nächsten Mal,
Katrin

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