Ein Berg und was das mit dem inneren Schweinehund zu tun hat…

Shiatsu und Meridian-Yoga (schau hier, wenn du wissen möchtest, was das ist…) sind zwei Bereiche meiner Arbeit, die mich sowohl mental als auch körperlich fordern. Da ist schon auch gut, wenn ich mir nach meiner Arbeit in diesen Bereichen meine Auszeit nehme und auch auf geistiges und körperliches Wohlergehen achte. Wenn da nicht immer wieder dieser…


Ja, es stimmt schon. Ich brauche die Bewegung nicht nur alleine zum Ausgleich im Shiatsu. Es macht mir einfach Spaß, mich zu bewegen, meinen Körper zu fordern und dann wieder in die Ruhe zu finden. Denn schließlich sind das auch alles Aspekt, mit denen ich mit meinen Klienten auf der Matte arbeite. An ihnen. Ein Stück weit auch an mir. Umso wichtiger ist es deshalb auch aus der anderen Perspektive am eigenen Körper zu spüren, wie Impulse, welcher Art auch immer, im Körper ankommen und wirken. Denn für mich ist klar: nur was ich an mir selbst erfahren habe, kann ich auf der Matte weiter geben.


Es ist nun mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Arbeit mit meinen Klienten, dass ich im Anschluss an die Behandlung auch eine Übung mit auf den Weg gebe. Weil es Sinn macht, in den Tagen nach meinem Impuls zuhause weiter dran zu bleiben. Weil es Unterstützung für den Körper ist, einige Tage später mit einer Übung weiterhin selbst an sich zu arbeiten. Weil es unausweichlich ist, Bereitschaft in sich selbst zu kultivieren, wenn Veränderung das Ziel ist. So muss ich mich auch selbst immer wieder mal an der Nase nehmen und beobachten. Und mir dann die Frage stellen: „Bist du selbst gerade bereit, deinen Beitrag zu leisten?“ Denn ganz abgesehen davon, wie gerne ich aktiv bin. Auch bei mir meldet sich regelmäßig dieser innere Durchhänger, der mich lieber ganz chillig auf der Couch rumhängen lassen möchte, als mich zu bewegen.

 

In den vergangenen Wochen konnte ich an einigen meiner Klienten immer wieder sehen, dass diese Bereitschaft, Veränderung anzunehmen und zuzulassen, träge, wenn nicht fast lähmend wurde. Und natürlich kam mir dann die Frage, woher das kommen kann. Woran mag es liegen, dass ich die Message scheinbar nicht so transportieren konnte, dass sie ankommt, motiviert und auch in aktivem Tun fruchtet? Ist dieser innere Schweinehund so massiv, dass er jemanden von einem guten Vorsatz abhält. Dass er die grundlegend vorhandene Motivation zum Stillstand bringt. Dass er Veränderung, Bewegung und Aktivität so dermaßen unterdrückt.


Nun, in solchen Fällen bin ich irgendwann zu dem Punkt gekommen, dass es möglicherweise für den einen oder anderen Menschen einfach auch so Sinn macht. Sinn, alles beim Alten zu lassen. Sinn, meine Impulse nur begrenzt anzunehmen. Sinn, die eigene Komfortzone nicht zu verlassen. Denn nicht ich bin für die Veränderung verantwortlich. Du bist es immer selbst. Je klarer du dich kennst und dich immer wieder neu erfährst, umso sichtbarer wird Neues an dir. Umso intensiver spürbar wird dein Körper mit dir kommunizieren. Dazu braucht es nicht immer einen Berg an Übungen. Oft genügt eine. Mit Konzentration. Mit Fokus. Mit Verbundenheit zu dir.


Bist du deinem inneren Schweinehund auch schon mal begegnet? Ist es dir gelungen, ihm mit Willenskraft und Durchhaltevermögen entgegen zu treten (möglicherweise unterstützt dich diese Übung dabei…). Oder kennst du solche Durchhänger nicht, weil du zielstrebig und diszipliniert deinen Weg gehst? Ich freue mich über deinen Kommentar hier oder auf meiner Facebook-Seite (...click here).

 

Bis zum nächsten Mal,
Katrin

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