Feuer und was das mit Kindheitserinnerungen zu tun hat…

Ach herrlich: der Sommer kommt nun so richtig in Fahrt. Die Temperaturen steigen, die Erfrischung in und mit kühlem Nass ist ein Genuss und die Hitze bringt das Eis zum Schmelzen. Angesichts der sommerlichen Witterung tut die Abkühlung mit Himbeerkracherl-Trinken, Baden und Eisschlecken so richtig gut. Doch leider heizt die Sonne nicht nur dem Körper so richtig ein. Allzu oft beginnt es auch anderswo zu kochen…


Wir kennen das doch alle. Der Sommer ist da. Die Badehose klebt an der Haut. Schwimmen und Eisschlecken stehen an der Tagesordnung. Und alles zusammen fördert die gute Laune. Doch plötzlich ist er da. Der kurze Moment, in dem alles zu heiß wird und vor allem die Emotionen in uns zu prodeln beginnen. Ich persönlich kann diese spannende Entwicklung regelmäßig bei uns im Garten verfolgen. Da spielen die Kinder doch eben noch vergnügt miteinander, es wird gelacht und Spaß gehabt. Und auf einmal: Bumm! Nichts ist mehr lustig. Nichts passt mehr. Nichts ist so, wie vor ein paar Minuten. In solchen Momenten ist das Feuer in den Kindern so richtig zu spüren. Diese kraftvolle Energie, die sie antreibt, lebhaft, fröhlich und ausgelassen zu sein, um in der nächsten Sekunden verheerend über zu schwappen in Jähzorn und geschwisterliche Kampfansagen. Und in genau diesen Augenblicken fühle ich mich zurück versetzt in meine eigene Kindheit. In die Zeit, als ich im Garten mit meinen Geschwistern gespielt, gelacht, gestritten habe. Damals waren es für mich ebenso fordernde Momente, wie heute. Lediglich die Perspektive hat sich geändert.


Heute erkenne ich, wie unbeschreiblich wertvoll es ist, diese Feuerkraft in sich zu tragen. Diesen Funken im Herzen zu spüren, wenn er brennt. Die Erfahrung mitzubringen, damit gut umgehen zu können. All die Emotionen zu kennen, die das Feuer in sich birgt, wenn es knistert. Kinder lassen diese Gefühle und deren Ausdruck noch so unbeschwert zu. Je älter und reifer du selbst aber wirst, umso versteckter lebst du vielleicht dein Feuer. Weil es nicht immer in eine Situation passt. Weil es die Gesellschaft anders erwartet. Weil du möglicherweise dein Feuer nicht mehr fühlen kannst?


Dabei ist es so einfach, dein Feuer wieder zu finden. Versuche dich an etwas Schönes aus deiner Kindheit zu erinnern. Schließe deine Augen, um ganz bei deiner Erinnerung anzukommen. Vielleicht kannst du dir bildlich ausmalen, wie es damals in dieser Situation war. Doch vor allem, versuche zu empfinden, wie du dich gefühlt hast. Damals in diesem Augenblick, als deine Welt perfekt war. Wenn du es zulässt, dann wird es anfangen zu lodern, zu flackern und wieder zu brennen. Dein Feuer. Es wird dir die Kraft geben, auch als erwachsener Mensch mit Freude, Hingabe und Begeisterung zu leben. Mit jedem neuen Besuch in deinen Kindheitserinnerungen wird es sich weiter ausbreiten, dein Feuer. Mit jedem neuen Besuch wird es dir Entspannung und Zufriedenheit bringen. Und mit jedem Besuch wird es die Zufriedenheit in deinem Herzen spürbar machen.


Allzu oft lasse ich mich heute als Mutter von der überwältigenden Kraft des Feuers in mir mitreißen. Immer dann, wenn ich mich ärgere, weil die Kinder wieder gegeneinander anstatt miteinander spielen. Doch heute als Mutter weiß ich auch, wie wichtig für die Kinder es ist, ihr Feuer zu leben. In jedem Moment ihrer jungen Jahre. Denn nur dadurch haben sie die Möglichkeit zu wachsen und zu lernen. Zwar sind diese Augenblicke für mich als Mutter auf ihre ganz eigenen Art fordernd. Fordernd, sie mit den Kindern durchzustehen. Fordernd, die Kinder daraus lernen zu lassen, um ihre eigenen Erfahrungen in die Zukunft mitzunehmen. Wenn es mir dann aber doch mal zu heiß wird, setzte ich mich auf unsere Schaukel und schließe meine Augen. Und bin für ein paar Atemzüge in meinem Kindheitsmoment.


Begegnest du gelegentlich auch solchen feurigen Momenten im Alltag? Wie gelingt es dir, die aufgeheizten Emotionen wieder abzukühlen (mit dieser Übung klappt es gut…) . Oder ist bei dir immer alles ganz einfach und das Feuer in dir flackert schön gemächlich vor sich hin, ohne durch äußere Umstände aus der Ruhe zu kommen. Lass mich deine Erfahrungen wissen. Ich freue mich über deinen Kommentar hier oder auf meiner Facebook-Seite.

 

Bis zum nächsten Mal,
Katrin

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