Erde und was das mit Geborgenheit zu tun hat…

Es ist dann doch immer zu früh am Morgen, wenn der Wecker klingelt und mich aus dem Bett schmeißt. Und vor allem dann, wenn die Nacht ab einem gewissen Zeitpunkt mehr unruhig als erholsam ausfällt. Nämlich deshalb, weil sich von jetzt auf gleich nicht mehr nur zwei müde Geister im Bett befinden, sondern zumindest noch ein weiteres schläfriges Krümelchen unter die Decke schlüpft. Und ich meine jetzt nicht die ungebetenen Bettgesellen, die sich vielleicht schon zuvor unter der Bettdecke verkrochen haben…

 

Ja, so geht es vielleicht vielen Eltern. Oder zumindest gelegentlich kommt es vor, dass sich eines oder sogar mehrere Kinder ins elterliche Bett verkriechen. Wenn es da doch so gemütlich ist. Und außerdem ist es so schön kuschelig, wenn die Mama und der Papa neben einem liegen. Nun, an sich ja alles richtig. Und mal ganz ehrlich: als Mama genieße ich solche Momente wirklich sehr. Die unliebsame Begleiterscheinung solcher nächtlicher Besuche ist dann allerdings, dass am nächsten Morgen die Schlafqualität ziemlich unter dem Gast im Bett gelitten hat. Ausgeschlafen würde ich dann anders verstehen. Aber was soll´s. Jammern nützt da gar nichts.


Doch wie schnell werden Kinder denn groß. Und ehe ich mich versehe, wollen die Kiddies nicht mehr unter unsere Decke huschen, weil das dann doch uncool ist. Außerdem stimmt es ja auch wirklich, dass es einem im schön warmen Bett mit Mama und Papa total wohlig ums Herz wird. Und wenn ich dann zwar leicht unausgeschlafen mit unserer kleine Maus – der Junior kommt wohlgemerkt nicht mehr allzu oft zu uns – am Morgen noch einen Moment Zeit zum Hucken genieße, dann wird es in mir auch wohlig warm. Nämlich deshalb, weil sich meine Erd-Energie meldet. Denn genau diese Erde in mir gibt mir die Kraft, unsere Kinder zu umsorgen, zu behüten und im Leben zu begleiten.


Erinnerst du dich noch, dass auch dich dieser Puls von Mutter Natur auf deinem Weg ins Erwachsen werden begleitet hat? Dieser Puls, der dir Vertrauen in den Lauf der Dinge gegeben hat. Dieser Puls, der dich gelehrt hat, klare Gedanken zu fassen. Dieser Puls, der dich für andere da sein lässt, auch für dich selbst? Oder ist dir dieses Pulsieren abhandengekommen. Weil du vielleicht im Alltag zu viel leisten sollst. Weil du keine Ruhe mehr findest, um das Pulsieren zu suchen? Es kann aber auch ganz einfach sein, den Rhythmus der Erde wieder zu finden, tief in dir drinnen. Versuche doch einfach mal dich mit beiden Füßen gut im Boden zu verankern. Spreize deine Zehen und grabe sie richtig fest in die Wiese, in den Sand, in den Teppichboden. Und wenn du einen sicheren Stand gefunden hast, beginn ganz leicht zu schwanken. Nach vorne auf die Zehen und nach hinten auf die Fersen. Und versuche dabei das Vertrauen zu spüren, das diese Bewegung von dir zulässt. Jenes tief in dir, das dir Stabilität gibt. Aber auch jenes aus dem Boden, das dich hält. Und erkenne deine Verbindung zur Kraft der Erde.


Es gibt immer wieder mal einen Tagesbeginn, der mich unausgeschlafen in den Spiegel schauen lässt, weil unsere Kinder nachts in unserem Bett alle vier weit von sich streckten und uns den Platz raubten. Und ja, nicht immer bin ich darüber sehr erfreut. Doch wenn ich dann als Dankeschön für die wohlige Wärme unter unserer Decke einen dicken Schmatz und eine feste Umarmung erhalte, dann weiß ich, wir haben genau damit auch die Erde in unseren Kindern gestärkt. Geben ist eine so wundervolle Eigenschaft der Erdkraft. Doch auch das Annehmen zeigt sich in deiner eigenen Erdverbundenheit. 


Wie geht es dir mit der Verbindung zur Erde? Kannst du sie noch spüren oder verlierst du gelegentlich die Bodenhaftung (mit dieser Übung kannst du die Erde in dir stärken…) ? Lass mich deine Erfahrungen wissen. Ich freue mich über deinen Kommentar hier oder auf meiner Facebook-Seite.


Bis zum nächsten Mal, 
Katrin

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Kommentare: 1
  • #1

    GROSSMUTTER (Donnerstag, 10 August 2017 19:48)

    Ich kann mich noch gut an eine Aussage einer meiner Töchter in der Pubertätphase erinnern welche zu uns ins Bett gekrochenen kam und dann sagte Bitte Mutti sag aber keinen das ich bei Euch schlafe Aber auch in diesem Alter braucht man ab und zu Elternnähe