Metall und was das mit meinen „tamischen-5-Minuten“ zu tun hat…

Oh ja, die liebe Technik. Immer hilfsbereit und berechenbar. Immer blitzschnell. Und immer genau dann im Eimer, wenn ich mich auf sie verlassen möchte. Ja, ich gebe zu: ich bin nicht unbedingt ein Technik-Freak. Will ich auch gar nicht sein. Aber ich will mich auf meinen technischen Helfer verlassen können. Vor allem dann, wenn ich doch alles so wie immer mache. Oder vielleicht doch nicht, wenn mein treuer elektronischer Begleiter von jetzt auf gleich sein ganz kurioses Eigenleben entfaltet…


Manche Tage gestalten sich bei mir doch recht strukturiert. Da habe ich mir im Vorhinein einen guten Plan zurecht gelegt. Weiß ziemlich genau, was wann zu erledigen ist. Und lasse mich nicht wirklich von etwas aus der Ruhe bringen, da mein Timing steht. Ja, ich weiß. Das klingt jetzt ziemlich straff organisiert und ohne viel Freiraum für Spontanität. Nun, das dachte ich sehr lange Zeit auch. Vor allem deshalb, weil mir meine Umwelt es versucht hat einzureden, es wäre falsch, alles immer im Voraus zu planen. Doch je besser ich für mich weiß, was an einem Tag ansteht, umso leichter kann ich mir Spielraum für Flexibilität schaffen. Eben weil ich weiß, was es zu erledigen gibt und wie viel Zeit ich für diese Fixpunkte brauche. Ich würde es mal so sagen: eine gute Struktur ist für alle Beteiligten berechenbar und jeder weiß, was kommt.


So stelle ich mir das auch mit meinen technischen Alltagsbegleitern vor. Und die meisten meiner Helfer sind den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit auch sehr kooperativ. Lediglich ein Companion macht mir immer wieder Kopfzerbrechen und ich weiß nicht wirklich, woran es liegt, dass mich unsere an sich so konstruktive Zusammenarbeit des Öfteren an den Rand der Verzweiflung treibt. Vielleicht könnt ihr euch schon vorstellen, von wem ich spreche? Nun, von meinem lieben Laptop, Computer, PC. Oder welche Namen ich sonst für dieses heutzutage scheinbar unverzichtbar wichtige Gerät finden kann.


So auch letzte Woche. Da setze ich mich voll motiviert und im Zeitplan an meinen Schreibtisch, hab mir mein Zeitfenster für meine Arbeiten am PC gut getimt. Und dann…. Nix! Weil mein lieber Freund mal eben beschlossen hat, heute alles anders zu machen als sonst. Da reagiert das Sensor Pad nicht mehr, lassen sich Ordner nicht öffnen, können Dateien nicht bearbeitet werden. Ja ist das herrlich. Vor allem deshalb, weil mir neben Kindern und Praxis dann doch nur zeitlich knapp bemessene Optionen zur elektronischen Datenverarbeitung bleiben. Oder besser gesagt, ich nicht mehr Zeit als wirklich nötig am Laptop kleben möchte. Und nachdem ich meine wertvolle Arbeitszeit für sinnvolle Inhalte damit vergeudet habe, mich über meinen Computer und seine Arbeitsunwilligkeit aus für mich unersichtlichen Gründen zu ärgern, bin ich wie Rumpelstilzchen im Kreis gehüpft, hab mich geärgert und einfach nicht durchschaut, was dahinter steckt.


Oder vielleicht doch? Klar! Meine Struktur, meine Klarheit, meine Stärke. Ganz einfach meine Metall-Energie in mir. Das Metall in uns gibt uns die Fähigkeit, seinen Tag zu ordnen. Aber auch seine Gedanken. Seine Zeit einzuteilen. Aber auch seine Energie. Zusammenhänge zu erkennen und Dinge zu klären. Aber auch seinen Kopf. Und als ich mich da so im Kreis springen sah angesichts der für mich nicht lösbaren Umstände, hab ich mich für ein einfaches Cool Down für uns beide entschieden. Computer aus und Lebensqualität rein. Mit einer ganz einfachen Übung. Den Atem beobachten und ihm eine Stimme geben. Ich hab mich entspannt zurück gelehnt, die Augen geschlossen und meinen Atem ganz bewusst in meine Lungen strömen lassen. Und mit jeder Ausatmung durch meine enge Kehle fließen lassen. Hörbar. Spürbar. Beruhigend. Ujjayi-Pranayama aus dem Yoga. Vielleicht kennst du sie auch? So einfach, aber so wirkungsvoll. Denn genau dieses Atemrauschen bringt dich so schnell ins Hier und Jetzt. Lässt dich so schnell zu Ruhe kommen. Bringt dir so unaufhaltsam Klarheit. Dafür, was wirklich wichtig ist. Dafür, worauf du dich konzentrieren sollst. Dafür, was du loslassen darfst. Nur mit deinem Atem kannst du die Metallenergie in deinem Körper so wunderbar ausgleichen und stärken. Schon nach ein paar Minuten Ujjayi haben sich die technischen Verstrickungen aufgelöst. Weil sie nicht mehr wichtig waren. Punkt, abgehakt, auf zum nächsten To Do auf meiner Liste. Und da ich mir nach meiner Arbeit immer die Zeit mit meinen Kindern einteile, habe ich mich an diesem Tag umso mehr darauf gefreut.


Einfach mal abschalten. Dinge sein lassen, wie sie sein wollen. Sich auf Neues konzentrieren. Wie geht es dir mit deiner Metall-Kraft? Legst du dir für deinen Tag auch klar zurecht, was du erledigen möchtest (mit dieser Übung stärkst du diese Kraft in dir…) ? Oder lässt du den Tag einfach auf dich zukommen und schaust, was er so bringt.  Lass mich deine Erfahrungen wissen. Ich freue mich über deinen Kommentar hier oder auf meiner Facebook-Seite.

 

Bis zum nächsten Mal, 
Katrin

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