Das Element Holz in deinem Körper-Energiekreislauf

Wenn es draußen nun endlich langsam wärmer wird und die ersten Blumen und Blätter austreiben, regt sich auch in deinem Körper eine ganz besondere Kraft: Dein Holz. Es will nach draußen, möchte sich bewegen, hat Lust sich zu entfalten und in alle Richtungen gleichzeitig zu wachsen. Du spinnst neue Pläne und machst dich auf den Weg, Planungen in die Tat umzusetzen. Der Frühjahrsputz ist schnell erledigt und dein Zuhause bekommt da und dort einen neuen Farbklecks. All dieser Tatendrang wächst aus deinem Holz. Komm, lass dich überraschen, was alles in ihm steckt…

 

Du bist von deinem Naturell her ein Mensch, der kräftig anpackt. Herausforderungen, die anstehen, begegnest du mit Enthusiasmus und Zuversicht. Und hast du dir ein Ziel anvisiert, dann arbeitest du konsequent an dessen Erreichung. Toll! Das sind wunderbare Eigenschaften, auf die du stolz sein kannst. Das Element Holz ist in dir gut ausgeprägt, du kennst deinen Weg und gehst die Schritte, um eine Vision in die Tat umzusetzen. Die Kraft aus diesem Element spornt dich dazu an, kreativ und flexibel mit Herausforderungen in deinem Leben umzugehen. Sie gibt dir die Möglichkeit, den Fokus zu halten und dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Im Holz steckt aber neben aller Aktivität auch das Bedürfnis nach Harmonie. In deinen Augen, dem Sinnesorgan dieses Elementes, soll das Miteinander harmonisch und im Einklang sein. Klappt es nicht so, wie du es dir ausgemalt hast, kann es zu einem Ungleichgewicht in dir kommen. Es fängt an zu prodeln und du spürst vielleicht, dass


Wut, Zorn und Ärger sich laut melden. Du hast das Gefühl, am liebsten laut zu schreien. Wenn du das in dir spüren kannst, dann suche den stimmhaften Ausdruck und rufe laut aus dir heraus. Beim Autofahren mit lauter Musik, oder in ein dickes Kissen hinein. Finde ein passendes Ventil.
- dein Nacken sich zunehmend verspannt und du das Gefühl hast, eine Schraubzwinge würd deinen Kopf zerdrücken. Das kann sich bis hin zu Migräneanfällen steigern, die dir den klaren Blick versperren und dir für einige Zeit die Sehkraft verschleiern.
- deine Augen ganz besonders empfindlich sind. Sie sind möglicherweise gerötet, brennen oder jucken. Im schlimmsten Fall plagen dich immer wieder Bindehautentzündungen.
- bei dir als Frau der Zyklus sehr unregelmäßig ist, deine Menstruation sich für dich unangenehm anfühlt und sich bereits Tage zuvor machen Symptome aus dem prämenstruellen Syndrom bemerkbar machen.
- sich in dir Ungeduld ausbreitet, du leicht reizbar und immer unflexibler (mental wie körperlich) bist. Und um das Fass zum Überlaufen zu bringen genügt dann ein einziges kleines Wort. Wumm und du bist nicht mehr zu halten.

 

Bei all der positiven Kraft aus dem Holz, die dich weiter bringt und vorantreibt, liegt die Gefahr nun aber darin, diesen Motor zu überfordern. Wie bei allen anderen Elementen auch gilt es, auf diese Kraftquelle gut zu achten und sie ausreichend zu nähren. Die Möglichkeiten nicht mit einem Mal zu verbrauchen, sondern gut zu sortieren, zu verteilen und so über einen langen Zeitraum durchzuhalten. Dabei mag es ab und zu auch notwendig sein, auszusieben, was an deinem Vorhaben verändert gehört. Den Geist reinigen und klären, um einen guten Weg zum Ziel zu gehen. Die Organe Leber und Gallenblase sind diesem Element zugeordnet. Auf körperlicher Ebene sind diese Organe für die Reinigung verantwortlich. Was kannst du nun im Alltag tun, um dein Holz zu stärken und zu nähren:


1. Übe dich in Kreativität: Das klingt jetzt komisch und die meisten Menschen sehen sich auch als eher wenig kreativ begnadet. Doch dabei geht es nicht so sehr darum, plötzlich große Kunstwerke zu schaffen. Es geht vielmehr darum, Freiraum zu ermöglichen und deiner Gefühlswelt Freiheit zu verschaffen. Um diesen Raum zu finden, deine Gefühle und Emotionen auszudrücken, bedarf es deiner Kreativität.
Dabei kannst du, wenn dich Glücksgefühle und Feuereifer antreiben, dich körperlich austoben. Körperliche Bewegung jeder Art unterstützt dein Holz und löst Verspannungen und (Kopf-)Schmerzen. Laufe, geh spazieren, tanze wild. Egal wie, Hauptsache du hast Spaß dabei.
Sind es eher Wut und Ärger, die in dir lodern, versuche sie  ganz bewusst nach draußen zu lassen. Das kann eine Kissenschlacht sein, bei der du, bis du außer Atem bist, ein Kissen klopfst und beutelst (ganz nebenbei schläft es sich auf einem gut geschüttelten Kissen herrlich). Oder du schließt für einen Moment deine Augen, stellst Verbindung zu dieser Wut her und versuchst ihr anschließen ein Bild zu geben. Male deine Emotionen. Nur für dich. Über deine Augen betrachtet, fühlst du dich gleich ganz anders mit deinen Emotionen verbunden.

 

2. Reinige Leber und Galle: Die Organe Leber und Gallenblase sind dem Element Holz zugeordnet. Die Leber ist jenes Organ in deinem Körper, das dein Blut reinigt und dir dabei hilft, Emotionen zu verdauen. Nicht umsonst fühlst du  innerlich Wut oder Ärger, wenn dir „eine Laus über die Leber gelaufen“ ist. Dadurch kommt die Holzenergie in dir aus dem Gleichgewicht und es entsteht innerliche Hitze. Mit einem einfachen Hausmittel kannst du deine Leber reinigen und dich beim Loslassen dieser „hitzigen“ Gefühle unterstützen: Ein feucht-warmer Leberwickelt bringt Abhilfe. Dazu tränke einen Waschlappen in warmem Wasser, drück diesen gut aus und lege ihn unter deinen rechten Rippenbogen. Ein trockenes Handtuch darüber und mit einer warmen Decke oder einem Wärmekissen zudecken. Lass diesen Leberwickel für 15 Minuten an dieser Stelle. Es sollte sich immer wohlig warm anfühlen. Sobald du das Gefühl hast, die Wärme ist verschwunden, gib den Wickel herunter. Und weil wir gerade beim Einwickeln sind. Auch dein Nacken verträgt einen wohlig warmen Schal oder ein dünnes Tuch (auch im Sommer), wenn du leicht zu Nackenverspannung oder Hexenschuss neigst.
Schenke ab und zu auch deiner Gallenblase etwas Aufmerksamkeit und reinige sie mit frischen Zitronen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Mische den frischen Saft von Zitronen mit Olivenöl im Verhältnis 1:2 und trinke davon. Dieser Öltrunk vor dem Schlafengehen genossen hilft dir, kleine Gallensteine auszuscheiden. Versuche beim Einschlafen auf deiner rechten Körperseite zu liegen, das rechte Bein etwas anzuwinkeln und so ins Land der Träume zu schlummern.
Und übrigens: Ausmisten und Dinge weggeben, die schon monatelang irgendwo verstaubt und ungenützt herum liegen, reinigen ebenso effektiv deine Holz-Organe.

 

3. Nähre dich mit allem Grünen und ausreichend Schlaf: Auch für deine Holz-Energie ist die Ernährung eine wichtige Säule. Versuche dich im Frühjahr von allem Grünen inspirieren zu lassen. Hole dir die ersten frischen Kräuter vom Markt wie Petersilie und Schnittlauch. Ergänze deinen Speiseplan mit gedünstetem Gemüse, Reis und Kartoffeln, Spinat und grünem Obst, trinke grüne Smoothies. Alle Lebensmittel, die Hitze in den Körper bringen, sollten nur mäßig genossen werden. Dazu gehören Fleisch, gebackene und frittierte Speisen, heiße Gewürze wie Chili, Paprika, Pfeffer oder Muskatnuss. Achte auf kühlende Lebensmittel, wobei das nicht bedeutet, kalt zu essen. Mit Suppen oder Fisch kühlst du dein Holz, auch Joghurt und Sauerrahm haben diese Wirkung. Ebenso Bittersalate wie Rucola oder Endivie. Mit Essig sparsam umgehen. Sauer macht zwar lustig. Zu viel saurer Geschmack vertreibt die gute Laune jedoch allzu schnell wieder.  Teegenuss ist für dein Holz auch sehr förderlich. Dabei gelten grüner Tee und Tee aus Pfefferminze oder Brennnessel als besonders wirkungsvoll.
Auch dein Schlaf ist für das Element Holz von großer Bedeutung. Du hast bestimmt Nächte, in denen du viel träumst. Das ist wichtig für deine Leber. Denn im Traum werden aus dem Alltag belastende Erlebnisse verarbeitet. Jeder von uns träumt, wir können uns morgens aber meist nicht daran erinnern. Um dein Holz geschmeidig zu halten, ist ausreichend Ruhe wichtig. Ein exzessiver Lebenswandel mit wenig Schlaf schwächt die Flexibilität in deinem Holz. Du spürst es dann vielleicht auf körperlicher Ebene durch Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen, bist emotional unausgeglichen und leicht reizbar.

 

So, nun aber genug von diesem Übereifer, dir vom Holz zu erzählen. Auch wenn es da noch so viel mehr gäbe. Ein anderes Mal dann… Du kannst dein Holz übrigens auch mit einer Shiatsubehandlung gut unterstützen, dehnen und ausgleichen. Gerne zeige ich dir auch Übungen für deine Holz-Meridiane, die du zuhause jederzeit ausprobieren kannst. Weißt du was? Frag mich einfach, wenn du Lust auf Flexibilität, Kreativität und Entspannung verspürst.


Bis ganz bald wieder, herzlichst Katrin


PS: Auf meiner Facebook-Seite oder Instagram gibt es jeden Tag kleine Alltagstipps zum Thema...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0