Das Element Feuer in deinem Körper-Energiekreislauf

Der Sommer ist für sich eine ganz spezielle Jahreszeit. Meistens heizen uns die Temperaturen richtig ein. Und im nächsten Augenblick kann es ordentlich krachen – nicht nur bei einem Gewitter vielleicht, und die Luft ist klar und rein. Beobachtet man die Menschen in aller Ruhe, fallen uns fröhliches Lachen, gute Laune, unbeschwerter Zeitvertrieb immer wieder ins Auge.  Das alles verdanken wir dem Feuer in unserem Energiekreislauf.
 

Vielleicht kannst du die Kraft des Feuers in dir gut beobachten. Feuer-Menschen sind offenherzig und herzlich. Sie verbreiten eine fröhliche Stimmung und unterhalten sich gerne. Und viel… Außerdem bringt das Feuer in dir auch eine gute Portion Emotion mit in dein Leben. Um im Gleichgewicht zu bleiben, sind für solche Menschen Offenheit und ehrliche Kommunikation grundlegend notwendige Werte im gegenseitigen Miteinander. Finden sie dieses Gleichgewicht in sich nicht und könne sie es auch in der Gesellschaft nicht sehen, kann ihr Feuer schon auch überschwappen. Manchmal können dann fast cholerisch wirkende Gefühlsausbrüche die innere Unruhe wieder herstellen.
Die Organe in deinem Körper, die dem Feuer zugeordnet werden, sind das Herz und der Dünndarm. In der fernöstlichen Tradition wird das Herz wie der Kaiser eines Hofstaats gesehen. Geht es dem Herzen gut, geht es dem Hofstaat gut. Umso mehr macht es Sinn, gut auf dein Herz zu achten, damit auch alle anderen Organe und Funktionen in deinem Körper ihre Arbeit tun können.

 

Das Herz regiert den Körper und verteilt das Shen, die Lebensfreude an alle Organe. Diese Lebensfreude ist bei guter Feuer-Energie als Funkeln in den Augen zu sehen. Der Dünndarm hat dazu die Aufgabe, Reines von Unreinem zu trennen. Er siebst sozusagen aus, was deinem Körper gut tut uns was nicht. Und das nicht nur auf der körperphysiologischen Ebene. Auch im mental-seelischen Bereich.
 
Doch was geschieht in deinem Körper, wenn dein Feuer aus dem Lot ist? In diesem Fall kannst du an dir bemerken, dass sich
 - Ruhelosigkeit und Hast in dir melden und du gelegentlich über eine gestörte Verdauung mit Durchfall klagst.
 - Schlafstörungen zeigen und du dich nachts im Schlaf unruhig hin und her wälzt.
 - Herzrhythmusstörungen immer wieder einschleichen und du an dir eine übertriebene Schreckhaftigkeit wahrnimmst.
 - Harnwegsinfektionen vermehrt unangenehm zu Wort melden und du das Gefühl hast, innerlich zu brennen.
 - Sprechstörungen wie Stottern zeigen, wenn du nervös bist oder dich unsicher fühlst.
 - Schwindel, Kopfschmerz, Tinnitus oder Hitzewallungen ganz unspezifisch immer wieder zeigen und du meinst, den Kopf zu verlieren.
 
Wenn dein Feuer in dir allzu stark lodert, schadet es dir, da es deine Ressourcen verbrennt. Um nicht in ein „Ausbrennen“ – die Gesellschaft nennt es gängig auch Burnout, zu rutschen, ist es wertvoll, möglichst früh ein Ungleichgewicht zu erkennen und harmonisierend einzuwirken. Erste Anzeichen können unter anderem Selbstzweifel, Angstzustände, Panikattacken, Depression, Schlafstörungen oder ein Drückempfinden auf der Brust sein. Meist ist dann auch das dein Feuer ausgleichende Element Wasser zu schwach, um das innerliche Brennen zu besänftigen. Was unterstützt dich nun darin, dein Feuer-Element gut zu stärken und es in der Balance zu halten:
 
1. 5-Minuten-Auszeit: Mit einer kurzen aber umso aufmerksameren Meditation kannst du die überschießenden Energien in deinem Herzen verteilen und deinen Geist damit beruhigen. Die 5-Herzen-Meditation bringt dich schnell zur Ruhe, hilft dir, dich auf dich selbst zu fokussieren und verteilt ein Zuviel an Feuer in den restlichen Körper. Setze dich dazu gemütlich auf den Boden. Deine Fußsohlen berühren einander. Umfasse deine Füße mit den Händen. Dann beginne deinen Atem zu deinem Herzen fließen zu lassen. Stell dir vor, dass du mit jedem Einatmen Freude und Kraft in dein Herz schickst, gleichzeitig mit jedem Ausatmen Anspannung und Sorge abgeben kannst. Vielleicht spürst du allmählich, dass sich dein Herz mit dieser Freude und Kraft auffüllt und diese über dein Herz hinaus fließen möchte. Dann lasse es zu und verteile diesen Überfluss über deine Arme und Beine bis hin zu deinen Händen und Füßen. Bleibe für einige Minuten in dieser Meditation und löse sie abschließend langsam auf. Gerne hör dir hier eine kurze Meditation zum Üben an. Oder probiere auch gerne mal eine Meridiandehnung aus.

2. Vermeide zusätzliche Hitze und kühle dein Feuer rechtzeitig: Nicht nur zu langer Aufenthalt in der Sonne kann deinen Körper aufheizen. Auch über Genussmittel und Nahrung führst du deinem Körper Wärme zu. Versuche daher den Genuss von Kaffee, Alkohol und Nikotin einzuschränken. Wenn du gerne und viel Kaffee trinkst, dann kannst du diesen mit Kardamom verfeinern. Er nimmt dem Kaffee seine Hitze.
Weiters leiten Lebensmittel mit bitterem Geschmack vorhandene Hitze ab. Lollo Rosso oder Ruccola, Brennnesseltee Tomaten, Melanzani, Kartoffeln, Zucchini, Gurke und Reis sind sehr kühlend für dein inneres Feuer.

 

3. Entspanne dein Zunge: Menschen mit viel Feuer, sprechen auch gerne und manchmal viel. Wenn dein Mund gelegentlich schon ganz trocken ist vom vielen Sprechen, dann gönn dir eine ganz bewusste Sprechpause und gib deiner Zunge Zeit sich zu beruhigen. Denn übermäßiges, schnelles oder hastiges Reden ist eine große Herausforderung für deine Zungenmuskulatur. Da sind ein paar Momente Stille eine besonders wertvolle Erholung. Nicht nur für deine Zunge. In dieser Pause kannst du aber trotzdem ganz aktiv mit deiner Zunge arbeiten. Probiere mal aus, sie zu rollen und beobachte, in welche Richtungen es dir gelingt. Außerdem kannst du mit deiner Zungenspitze den Gaumen entlang wandern. Beginne vorne hinter den oberen Schneidezähnen und ziehe die Zungenspitze langsam am Gaumen nach hinten. Schau mal, wie weit du kommst. Diese beiden ganz einfachen Übungen kannst du in deinen Alltag einbauen und immer wieder deinen Mundraum entspannen. Danach fällt das Sprechen wieder viel leichter.
 
Na? Kannst du nun ein ruhiges Feuer in dir spüren? Fein. Und wenn dein stürmisches Herz noch nicht ganz zur Ruhe gefunden hat, kannst du es auch gerne mit einer Shiatsubehandlung bei mir ausprobieren. Und dabei geht es nicht immer nur ums „gedrückt werden“. Auch sich über deine Themen unterhalten, gesellig beisammen sein und dann erst den Körper spüren dürfen. All das gehört dazu. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, ruf mich einfach an. Dann plaudern wir darüber und alles Weitere kommt von allein…
 
Fürs erste von Herzen liebe Grüße, Katrin
 
PS: Auf meiner Facebook-Seite oder Instagram gibt es jeden Tag kleine Alltagstipps zum Thema...
 

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